Vine
Vine war eine 2013 von Twitter gestartete App für sechssekündige Video-Loops, die eine eigene, sehr kreative Kurzvideo-Kultur hervorbrachte, bevor sie 2017 überraschend eingestellt wurde.
Eingestellt · Twitter
Zeitachse
- 2012 Gründung durch Dom Hofmann, Rus Yusupov und Colin Kroll, noch vor dem offiziellen Launch von Twitter übernommen.
- 2013 Offizieller Launch der App mit dem charakteristischen Sechs-Sekunden-Loop-Format.
- 2016 Twitter kündigt die Einstellung von Vine an.
- 2017 Endgültige Abschaltung der App.
Vine wurde 2012 gegründet, noch vor dem offiziellen Start 2013 von Twitter übernommen und ermöglichte es Nutzern, kurze, automatisch in einer Schleife abspielende Videos von maximal sechs Sekunden Länge aufzunehmen und zu teilen.
Bedeutung
Das strikte Sechs-Sekunden-Limit zwang Ersteller zu extrem verdichteten, oft überraschend kreativen und humorvollen Videoformaten und brachte eine eigene Generation von “Vine-Stars” hervor, von denen mehrere später erfolgreich in klassische Medien und andere Plattformen wechselten. Vine gilt rückblickend als wichtiger kultureller Vorläufer des heutigen Kurzvideo-Formats, das später TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts geprägt hat.
Niedergang
Trotz großer kultureller Reichweite gelang es Vine nicht, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln, unter anderem weil Werbeeinnahmen ausblieben und viele der talentiertesten Ersteller zu besser vergüteten Plattformen wie YouTube und Instagram abwanderten. Twitter selbst kämpfte in dieser Zeit mit eigenen wirtschaftlichen Problemen und stellte Vine 2016 offiziell ein, die App wurde 2017 endgültig abgeschaltet.
Heute
Status: Eingestellt Ende: 2017 Nachfolger: TikTok übernahm das von Vine geprägte Kurzvideo-Format und entwickelte es zu einer der größten Plattformen der Gegenwart weiter.
Was hat überlebt?
- Das Kurzvideo-Format als eigenständige popkulturelle Ausdrucksform, direkt fortgeführt durch TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts
- Eine Generation von "Vine-Stars", die ihre auf der Plattform aufgebaute Reichweite in klassische Medienkarrieren und andere Plattformen übertragen konnte
Nachfolger: tiktok