Napster

Napster war ein 1999 gestartetes Filesharing-Netzwerk für Musik, das den Musikmarkt grundlegend erschütterte und maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Streaming-Zeitalters beitrug.

1999————————2001

Eingestellt · Napster Inc.

Zeitachse

  1. 1999 Start durch Shawn Fanning und Sean Parker.
  2. 2000 Nutzerzahl wächst auf mehrere Zehn Millionen, RIAA reicht Klage ein.
  3. 2001 Gerichtlich angeordnete Abschaltung des Filesharing-Netzwerks, kurz darauf Insolvenz.
  4. 2011 Markenname wird vom Streaming-Dienst Rhapsody übernommen, der sich 2016 selbst in Napster umbenennt.

Napster wurde 1999 von Shawn Fanning und Sean Parker gegründet und ermöglichte es Nutzern erstmals in großem Maßstab, MP3-Dateien direkt untereinander auszutauschen (Peer-to-Peer).

Bedeutung

Napster machte digitale Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, Jahre bevor legale Streaming-Dienste diesen Bedarf deckten. Innerhalb weniger Monate wuchs der Dienst auf mehrere Zehn Millionen Nutzer und veränderte grundlegend, wie eine ganze Generation Musik konsumierte.

Da der Austausch urheberrechtlich geschützter Musik ohne Lizenzierung erfolgte, sah sich Napster schnell massiven rechtlichen Angriffen der Musikindustrie ausgesetzt, angeführt von der Recording Industry Association of America (RIAA) und mehreren großen Bands.

Niedergang

Nach einer Reihe verlorener Gerichtsverfahren musste Napster 2001 sein Filesharing-Netzwerk abschalten und meldete kurz darauf Insolvenz an. Der Markenname wurde später mehrfach weiterverkauft und für legale, kostenpflichtige Musikdienste wiederverwendet, hat mit dem ursprünglichen Peer-to-Peer-Netzwerk technisch aber nichts mehr gemein.

Heute

Status: Eingestellt Ende: 2001 Nachfolger: legale Streaming-Dienste wie Spotify und Apple Music

Was hat überlebt?

  • Das Peer-to-Peer-Prinzip, später von Diensten wie BitTorrent weiterentwickelt
  • Der Nachweis massiver Nachfrage nach digitaler, jederzeit verfügbarer Musik
  • Der Markenname, heute für einen lizenzierten Streaming-Dienst weiterverwendet

Nachfolger: spotify