Google Reader

Google Reader war ein 2005 gestarteter RSS-Feed-Reader von Google, der zum meistgenutzten Werkzeug seiner Art wurde, bevor Google ihn 2013 trotz treuer Nutzerbasis einstellte.

2005————————2013

Eingestellt · Google

Zeitachse

  1. 2005 Start durch ein Team um Chris Wetherell bei Google.
  2. 2011 Google entfernt die sozialen Teilen-Funktionen zugunsten einer Google+-Integration, was bei der Nutzerbasis auf erheblichen Widerstand stößt.
  3. 2013 Google kündigt im März im Rahmen einer Produktbereinigung die Einstellung an.
  4. 2013 Endgültige Abschaltung am 1. Juli.

Google Reader wurde 2005 von einem Team um Chris Wetherell entwickelt und ermöglichte es Nutzern, RSS-Feeds zahlreicher Websites an einem zentralen Ort zu abonnieren und zu lesen, statt jede Website einzeln aufsuchen zu müssen.

Bedeutung

Google Reader wurde für Blogger, Journalisten und aktive Internetnutzer zum zentralen Werkzeug, um mit einer großen Zahl an Websites und Blogs Schritt zu halten - eine Funktion, mit der zu ihrer Blütezeit RSS-Feeds als eines der wichtigsten Verbreitungsformate für Web-Inhalte galten. Über soziale Funktionen ließen sich Artikel zudem mit anderen Nutzern teilen und kommentieren, was Google Reader zeitweise auch soziale Netzwerk-Elemente verlieh.

Niedergang

Google begründete die Einstellung 2013 offiziell mit rückläufigen Nutzerzahlen und dem strategischen Fokus auf Google+, in das ähnliche Teilen-Funktionen integriert werden sollten. Die Ankündigung löste bei der treuen, wenn auch im Vergleich zu anderen Google-Produkten kleinen Nutzerbasis erhebliche Proteste aus - für viele Nutzer war Google Reader trotz begrenzter Reichweite ein unverzichtbares tägliches Werkzeug. Die Einstellung gilt bis heute vielfach als Beispiel dafür, wie Google auch aktiv genutzte, aber wirtschaftlich als nicht strategisch genug eingestufte Produkte abschaltet.

Heute

Status: Eingestellt Ende: 2013 Nachfolger: keiner direkter - alternative RSS-Reader wie Feedly übernahmen einen Teil der ehemaligen Nutzerbasis, RSS selbst verlor gegenüber sozialen Netzwerken und Newslettern insgesamt an Bedeutung.

Was hat überlebt?

  • RSS/Atom-Feeds als technisches Format, das u. a. bei Podcasts bis heute zentral ist
  • Alternative RSS-Reader wie Feedly, die einen Teil der ehemaligen Nutzerbasis übernahmen
  • Google Reader als vielzitiertes Beispiel für die Einstellung aktiv genutzter, aber wirtschaftlich als unstrategisch eingestufter Produkte

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