Web Storage

Web Storage ist eine Browser-Schnittstelle, mit der Websites Schlüssel-Wert-Daten direkt im Browser speichern können, ohne dass sie wie bei einem Cookie automatisch bei jeder Anfrage an den Server mitgesendet werden.

Kurz erklärt

Web Storage umfasst zwei verwandte Speicherarten im Browser: localStorage speichert Daten dauerhaft, bis sie explizit gelöscht werden - auch über einen Browser-Neustart hinweg. sessionStorage speichert Daten nur für die Dauer eines einzelnen Browser-Tabs und wird beim Schließen des Tabs automatisch geleert. Beide werden ausschließlich per JavaScript gelesen und geschrieben und - anders als ein Cookie - nicht automatisch bei jeder HTTP-Anfrage an den Server mitgeschickt.

Beispiel

Eine Website speichert die zuletzt gewählte Darstellungsoption (z. B. helles oder dunkles Design) in localStorage. Beim erneuten Besuch liest ein kleines JavaScript-Snippet diesen Wert aus und wendet die Einstellung sofort wieder an, ganz ohne serverseitige Abfrage.

Warum ist das relevant?

Web Storage bietet deutlich mehr Speicherplatz als Cookies (üblicherweise mehrere Megabyte statt weniger Kilobyte) und eignet sich gut für rein clientseitige Zustände, die den Server nicht bei jeder Anfrage belasten müssen - etwa UI-Einstellungen, Formular-Zwischenstände oder clientseitig zwischengespeicherte Daten.

Häufige Missverständnisse

Web Storage gilt fälschlich oft als “sicherer” als Cookies. Tatsächlich ist das Gegenteil für sensible Daten häufig der Fall: Da Web Storage per JavaScript ausgelesen werden kann, ist es im Fall eines XSS-Angriffs vollständig auslesbar, während ein Cookie mit HttpOnly-Flag gezielt vor JavaScript-Zugriff geschützt werden kann. Das Speichern sensibler Tokens wie eines JWT in localStorage gilt deshalb in vielen Sicherheitsleitfäden als vermeidenswertes Muster, auch wenn es in der Praxis häufig anzutreffen ist.

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Quellen & Dokumentation