Warenkorbabbruch
Ein Warenkorbabbruch liegt vor, wenn ein Kunde Artikel in den Warenkorb legt, den Bestellvorgang aber verlässt, ohne den Kauf abzuschließen.
Kurz erklärt
Die durchschnittliche Warenkorbabbruchrate im E-Commerce liegt je nach Branche und Messmethode häufig deutlich über 60 bis 70 Prozent. Gründe reichen von unerwarteten Versandkosten über einen zu komplizierten Checkout bis zu fehlenden bevorzugten Zahlungsmethoden oder einfachem Vergleichsverhalten ohne Kaufabsicht.
Beispiel
Ein Kunde legt Artikel im Wert von 80 € in den Warenkorb, bricht den Kauf aber ab, nachdem im Checkout zusätzliche Versandkosten von 12 € sichtbar werden, die vorher nicht klar kommuniziert wurden.
Warum ist das relevant?
Die Reduzierung der Warenkorbabbruchrate zählt zu den wirtschaftlich wirkungsvollsten Optimierungsmaßnahmen im E-Commerce, da bereits interessierte Nutzer meist leichter zum Kaufabschluss zu bewegen sind als komplett neue Besucher. Maßnahmen wie transparente Kostenkommunikation, Gastbestellung ohne Kontozwang und E-Mail-Erinnerungen an offene Warenkörbe sind gängige Gegenmaßnahmen.
Häufige Missverständnisse
Nicht jeder Warenkorbabbruch ist ein “verlorener” Verkauf - viele Nutzer legen Artikel bewusst zum späteren Vergleich oder zur Preisbeobachtung in den Warenkorb, ohne aktuelle Kaufabsicht. Eine Abbruchrate von null ist daher weder realistisch noch das sinnvolle Ziel; relevant ist die relative Verbesserung durch gezielte Maßnahmen.