VPN
Ein VPN (Virtual Private Network) baut eine verschlüsselte Verbindung durch ein öffentliches Netzwerk auf und lässt ein Gerät so erscheinen, als befände es sich im Zielnetzwerk oder an einem anderen Standort.
Kurz erklärt
Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr zwischen einem Gerät und einem VPN-Server und leitet ihn über diesen Server ins Internet weiter. Für Außenstehende - etwa im selben öffentlichen WLAN oder beim Internetanbieter - ist dadurch nicht einsehbar, welche Inhalte übertragen werden, und die sichtbare IP-Adresse entspricht der des VPN-Servers statt der des tatsächlichen Geräts.
Beispiel
Ein Mitarbeiter verbindet sich von unterwegs über ein VPN mit dem Firmennetzwerk und kann dadurch sicher auf interne Systeme zugreifen, als säße er direkt im Büronetzwerk - selbst wenn er ein ungesichertes öffentliches WLAN nutzt.
Warum ist das relevant?
VPNs werden sowohl im Unternehmenskontext (sicherer Zugriff auf interne Ressourcen) als auch privat (Schutz in öffentlichen Netzwerken, Umgehung geografischer Beschränkungen) eingesetzt. Sie sind ein wichtiger Baustein klassischer Netzwerksicherheit, werden aber zunehmend durch granularere Zero-Trust-Ansätze ergänzt oder ersetzt.
Häufige Missverständnisse
Ein VPN macht Nutzer nicht automatisch anonym im Internet - der VPN-Anbieter selbst kann den Datenverkehr potenziell einsehen, weshalb Vertrauenswürdigkeit und Protokollierungspraxis des Anbieters entscheidend sind. Auch schützt ein VPN nicht vor Malware, Phishing oder unsicherem Verhalten - es verschlüsselt lediglich die Übertragung, nicht die Inhalte selbst oder die besuchten Websites.