SaaS
SaaS (Software as a Service) ist ein Softwarevertriebsmodell, bei dem Anwendungen zentral vom Anbieter gehostet und über den Browser genutzt werden, statt lokal installiert und selbst betrieben zu werden.
Kurz erklärt
Bei SaaS betreibt der Softwareanbieter die Anwendung selbst auf eigener oder gemieteter Infrastruktur und stellt sie Kunden über das Internet zur Verfügung, üblicherweise gegen eine wiederkehrende Abo-Gebühr. Kunden müssen sich weder um Installation noch um Wartung, Updates oder Serverbetrieb kümmern - im Gegensatz zu klassischer On-Premise-Software, die auf eigener Infrastruktur des Kunden läuft.
Beispiel
Ein Unternehmen nutzt eine Buchhaltungssoftware, auf die alle Mitarbeiter einfach über den Browser zugreifen. Updates, neue Funktionen und Sicherheitspatches spielt der Anbieter automatisch im Hintergrund ein, ohne dass das Unternehmen selbst Server betreiben oder Software manuell aktualisieren muss.
Warum ist das relevant?
SaaS hat in den letzten zwei Jahrzehnten die Softwarebranche grundlegend verändert: Statt hoher Einmalinvestitionen in Lizenzen und eigene Infrastruktur zahlen Kunden planbare, meist monatliche Gebühren, während Anbieter durch wiederkehrende Umsätze und zentrale Wartung besser skalieren können. Für viele Unternehmen ist SaaS heute der Standardweg, um Software zu beziehen - von E-Mail über CRM-Systeme bis zu Projektmanagement-Tools.
Häufige Missverständnisse
SaaS wird oft mit “Cloud-Software” allgemein gleichgesetzt, ist aber nur eines von mehreren Cloud-Modellen - daneben stehen etwa IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service), die jeweils unterschiedliche Verantwortungsebenen zwischen Anbieter und Kunde aufteilen. Auch bedeutet SaaS nicht automatisch geringere Gesamtkosten: Bei langer Nutzungsdauer können wiederkehrende Abo-Gebühren die einmaligen Kosten klassischer Lizenzmodelle übersteigen.