Port
Ein Port ist eine Zahl zwischen 0 und 65535, die innerhalb eines Geräts festlegt, an welchen laufenden Dienst eingehende Netzwerkdaten weitergeleitet werden.
Kurz erklärt
Eine IP-Adresse identifiziert ein Gerät im Netzwerk, sagt aber noch nicht, an welche der möglicherweise vielen gleichzeitig laufenden Anwendungen auf diesem Gerät Daten gehen sollen. Der Port übernimmt diese Feinadressierung: Zusammen mit der IP-Adresse bildet er einen sogenannten Socket, über den ein Betriebssystem eingehende Daten dem richtigen Programm zuordnet. Viele gängige Dienste verwenden dabei feste, bei der IANA registrierte Standard-Ports.
Beispiel
Ruft ein Browser eine Website per HTTPS auf, verbindet er sich mit der IP-Adresse des Servers auf Port 443 - dem Standard-Port für HTTPS. Für unverschlüsseltes HTTP ist es üblicherweise Port 80. Läuft auf demselben Server zusätzlich ein Mailserver, empfängt dieser separat auf einem anderen Port, etwa 25 für SMTP.
Warum ist das relevant?
Ports ermöglichen es, dass ein einzelner Server gleichzeitig mehrere unabhängige Dienste betreiben kann, ohne dass sich deren Datenverkehr vermischt. In der Praxis begegnet der Begriff häufig in URLs (example.de:8080), bei der Konfiguration von Firewalls, die bestimmte Ports gezielt sperren oder freigeben, oder beim lokalen Testen von Anwendungen, die oft auf ungewöhnlichen Ports wie 3000 oder 8080 laufen.
Häufige Missverständnisse
Ein Standard-Port (wie 443 für HTTPS) ist eine Konvention, keine technische Vorschrift - ein Server kann grundsätzlich jeden freien Port für jeden Dienst verwenden, auch wenn Clients dann meist explizit den abweichenden Port angeben müssen. Auch ist ein offener Port für sich genommen keine Sicherheitslücke - problematisch wird es erst, wenn ein auf diesem Port laufender Dienst selbst unsicher konfiguriert oder verwundbar ist.