localhost
localhost ist der reservierte Hostname, mit dem ein Gerät auf sich selbst verweist, meist gekoppelt an die IP-Adresse 127.0.0.1.
Kurz erklärt
Ruft ein Programm localhost auf, wird die Anfrage nicht über das Netzwerk nach außen geschickt, sondern intern an das eigene Gerät zurückgegeben - über eine sogenannte Loopback-Schnittstelle. Das ermöglicht es, netzwerkbasierte Kommunikation zu testen, ohne dass Daten das Gerät tatsächlich verlassen.
Beispiel
Ein Entwickler startet lokal einen Webserver und ruft im Browser http://localhost:3000 auf. Die Anfrage geht dabei nie ins Internet hinaus - Browser und Server laufen auf demselben Gerät, und die Kommunikation bleibt vollständig intern.
Warum ist das relevant?
localhost ist ein zentrales Werkzeug in der Softwareentwicklung: Anwendungen lassen sich lokal starten und testen, bevor sie auf einem echten Server veröffentlicht werden, ohne dass dafür eine tatsächliche Internetverbindung oder ein öffentlicher Server nötig ist. Auch viele lokal laufende Werkzeuge und Datenbanken sind standardmäßig nur über localhost erreichbar, was sie automatisch von außen unzugänglich macht.
Häufige Missverständnisse
localhost und die eigene, im Netzwerk sichtbare IP-Adresse eines Geräts sind nicht dasselbe - localhost verweist immer und ausschließlich auf das lokale Gerät selbst, unabhängig davon, in welchem Netzwerk es sich gerade befindet, während die reguläre IP-Adresse innerhalb eines bestimmten Netzwerks vergeben wird und sich ändern kann. Auch ist ein auf localhost laufender Dienst standardmäßig nicht automatisch von anderen Geräten im selben Netzwerk erreichbar, selbst wenn diese Geräte sich physisch in unmittelbarer Nähe befinden.