Load Balancer

Ein Load Balancer verteilt eingehenden Datenverkehr auf mehrere Server, um Überlastung einzelner Server zu vermeiden und Ausfallsicherheit zu erhöhen.

Kurz erklärt

Statt dass eine Anwendung auf nur einem Server läuft, verteilt ein Load Balancer eingehende Anfragen nach definierten Strategien - etwa reihum (Round Robin) oder basierend auf aktueller Serverauslastung - auf mehrere dahinterliegende Server. Fällt einer dieser Server aus, leitet der Load Balancer Anfragen automatisch nur noch an die verbleibenden, funktionierenden Server weiter.

Beispiel

Eine stark frequentierte Website läuft parallel auf drei identisch konfigurierten Servern. Ein vorgeschalteter Load Balancer verteilt eingehende Anfragen gleichmäßig auf alle drei Server und leitet Anfragen automatisch um, sobald ein Server aufgrund einer Wartung nicht erreichbar ist.

Warum ist das relevant?

Load Balancing ist eine zentrale Technik, um Websites und Anwendungen horizontal skalierbar und ausfallsicher zu machen - statt einen einzelnen, immer leistungsfähigeren Server zu betreiben (vertikale Skalierung), werden mehrere kleinere Server parallel genutzt. Das reduziert zudem das Risiko eines kompletten Ausfalls durch einen einzelnen Fehlerpunkt (Single Point of Failure).

Häufige Missverständnisse

Ein Load Balancer ist selbst wiederum ein potenzieller Single Point of Failure, wenn er nicht ebenfalls redundant ausgelegt ist - professionelle Setups betreiben daher meist mehrere Load Balancer parallel. Auch verteilt ein Load Balancer allein noch keine Datenkonsistenz zwischen Servern; Sitzungsdaten oder Dateien müssen zusätzlich zentral oder synchronisiert vorgehalten werden, damit Nutzer unabhängig vom zugewiesenen Server konsistente Ergebnisse erhalten.

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