Funnel

Ein Funnel (Trichter) beschreibt die aufeinanderfolgenden Schritte, die ein Nutzer von der ersten Wahrnehmung eines Angebots bis zur gewünschten Zielhandlung wie einem Kauf durchläuft.

Kurz erklärt

Der Begriff Funnel visualisiert, dass auf jeder Stufe eines Nutzerprozesses ein Teil der Nutzer abspringt - die Menge wird von Stufe zu Stufe kleiner, wie bei einem Trichter. Ein klassisches Modell unterteilt den Funnel in Awareness (Aufmerksamkeit), Consideration (Erwägung) und Conversion (Zielhandlung), auch wenn konkrete Funnels je nach Geschäftsmodell deutlich detaillierter aussehen können.

Beispiel

In einem E-Commerce-Funnel besuchen zunächst viele Nutzer die Produktseite, weniger davon legen ein Produkt in den Warenkorb, noch weniger starten den Checkout-Prozess, und nur ein Bruchteil schließt die Bestellung tatsächlich ab. Jede dieser Stufen lässt sich einzeln messen und optimieren.

Warum ist das relevant?

Die Analyse eines Funnels zeigt genau, an welcher Stufe die meisten Nutzer abspringen, und macht damit sichtbar, wo Optimierungsmaßnahmen den größten Hebel haben. Statt pauschal mehr Traffic zu generieren, lässt sich gezielt an der Stufe mit dem größten Abbruch ansetzen - etwa einem zu komplizierten Checkout-Prozess.

Häufige Missverständnisse

Ein hoher Abbruch an einer bestimmten Funnel-Stufe bedeutet nicht zwangsläufig ein Problem mit dieser Stufe selbst - oft liegt die eigentliche Ursache eine Stufe früher, etwa durch falsche Erwartungen, die dort geweckt wurden. Auch ist ein Funnel selten ein perfekt linearer Prozess: Reale Nutzer springen zwischen Stufen hin und her, besuchen eine Seite mehrfach oder kommen über verschiedene Kanäle erneut zurück, bevor sie konvertieren.

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