Dotcom-Blase
Die Dotcom-Blase war eine spekulative Übertreibung der Börsenwerte von Internetunternehmen in den späten 1990er-Jahren, die im Jahr 2000 abrupt platzte.
Kurz erklärt
In den späten 1990er-Jahren investierten Anleger euphorisch in junge Internetunternehmen, oft allein basierend auf Wachstumshoffnungen statt tatsächlicher Profitabilität. Zahlreiche Unternehmen mit dem Namenszusatz “.com” erzielten trotz fehlender oder unklarer Geschäftsmodelle extrem hohe Börsenbewertungen, bevor die Blase zwischen 2000 und 2002 platzte und viele dieser Unternehmen wieder verschwanden.
Beispiel
Der Börsengang zahlreicher Internetunternehmen Ende der 1990er-Jahre führte zu Bewertungen, die in keinem Verhältnis zu Umsatz oder Gewinn standen. Als das Vertrauen der Anleger kippte, verloren viele dieser Aktien innerhalb weniger Monate über 90 Prozent ihres Werts, und zahlreiche Unternehmen meldeten Insolvenz an.
Warum ist das relevant?
Die Dotcom-Blase prägt bis heute, wie Investoren und Öffentlichkeit auf stark wachsende Technologieunternehmen und deren Bewertungen blicken, und wird häufig als Vergleichspunkt bei späteren Tech-Bewertungszyklen herangezogen. Gleichzeitig überlebten einige der heute größten Technologieunternehmen - etwa Amazon und Google - genau diese Phase und bauten danach ihre dominante Marktstellung auf.
Häufige Missverständnisse
Nicht jedes Unternehmen, das in dieser Zeit gegründet wurde, scheiterte - viele erfolgreiche, bis heute bestehende Internetunternehmen entstanden gerade in dieser Phase. Auch war die Dotcom-Blase kein Beweis dafür, dass das Internet als Technologie “gescheitert” sei - vielmehr war die konkrete Marktübertreibung einzelner Bewertungen das Problem, während die zugrunde liegende Technologie sich in den folgenden Jahren umso stärker durchsetzte.