CDN
Ein CDN (Content Delivery Network) verteilt Inhalte über weltweit verteilte Server, damit Nutzer sie von einem geografisch nahen Standort schnell laden können.
Kurz erklärt
Ein CDN besteht aus einem Netzwerk von Servern (sogenannten Edge-Knoten), die Kopien von statischen und teils dynamischen Inhalten vorhalten. Fragt ein Nutzer eine Website an, wird die Anfrage an den nächstgelegenen Edge-Knoten geleitet statt an den Ursprungsserver - das reduziert Latenz und Serverlast.
Beispiel
Ein Bild wird nicht nur vom Hauptserver in Frankfurt ausgeliefert, sondern zusätzlich von Edge-Servern in New York, Singapur und Sydney zwischengespeichert. Ein Nutzer in Australien lädt das Bild vom nahegelegenen Server statt aus Deutschland.
Warum ist das relevant?
CDNs verbessern Ladezeiten und Ausfallsicherheit erheblich und wirken sich direkt auf Core Web Vitals aus. Viele CDNs bieten zusätzlich Schutz vor DDoS-Angriffen, Bot-Filterung und Caching-Regeln, die Serverkosten senken.
Technischer Hintergrund
CDNs nutzen dafür meist DNS-basiertes Routing (z. B. GeoDNS, das je nach Standort des anfragenden Resolvers eine andere IP-Adresse liefert) oder Anycast-IP-Routing, bei dem dieselbe IP-Adresse von mehreren Standorten announced wird und das Netzwerk die Anfrage automatisch zum nächstgelegenen Server leitet. Cache-Regeln werden meist über HTTP-Header wie Cache-Control gesteuert.
Häufige Missverständnisse
Ein CDN macht eine langsame Website nicht automatisch schnell - es beschleunigt vor allem die Auslieferung statischer Inhalte. Dynamisch generierte, unoptimierte Inhalte profitieren nur begrenzt.